Die beste Verpackung ist keine Verpackung!

So schön einige Auswirkungen von Corona auf die Umwelt waren (Flugverkehr, Tourismus, etc.) so schwierig ist jedoch die Situation bei Verpackungen derzeit. Der Onlinehandel hatte aufgrund unseres Hausarrests hochkonjunktur und damit auch die der Verbrauch an Versandverpackungen. Essen gibts auch immer noch hauptsächlich zum Mitnehmen und die Hygienekonzepte stellen dabei höhere Anforderungen als sonst beim Take away. Eine Zeit lang wurde sogar bei unserer Eisdiele das Eis nur im Becher mit Plastikabdeckung ausgegeben. Ich sage nicht, dass das nötig oder unnötig wäre, aber es zeigt, wie problematisch das Verpacken und Transportieren aller Arten von Sachen ist, die man sonst lokal kauft oder vor ort konsumiert.Teilweise, und das muss ich auch selbst manchmal feststellen, wird Verpackung schon als Bestandteil des Produkts selbst wahrgenommen und nicht unbedingt nur als Schutz. Das führt dazu, dass man sich über den Sinn und Zweck gar keine richtigen Gedanken macht. Muss etwas überhaupt verpackt sein? Brauchen wir eine Papiertüte um das Brot vom Bäcker nach Hause zu tragen? Wieso sind Zahnpastatuben nicht vernünftig zu entleeren? Warum eine Plastiktüte für die Karotten benutzen um sie zu wiegen? Verpackung hat vor allem auch mit Gewohnheit zu tun und natürlich auch mit Bequemlichkeit.

Mittlerweile haben wir unser Verpackungskonzept ein halbes Jahr etabliert und können bisher keine negativen Beeinträchtigungen verzeichnen. Seit unserer Herbst/Winter 2019 Kollektion ist unsere Lieferkette vom Hersteller zum Endkunden komplett plastikfrei. Die Befürchtungen über Lager- oder Handlingprobleme sind nicht eingetreten und wir haben alle unsere Baumwollbänder schon für verschiedenste Aufgaben missbraucht: Pflanzen fixieren, Sachen auf dem Sattel festbinden, Gürtel-Ersatz, Geschenkverpackung, Spielzeug, Maskenbänder etc.

Immer mal wieder gibt es Kampagnen um Verpackungen zu reduzieren oder, viel nützlicher, das Verpacken generell in Frage zu stellen. Ich denke da an Kaffeebecher-Pfandsysteme oder die immer beliebter werdenden Unverpackt-Läden. Auch für den Versandhandel gibt es mittlerweile Lösungen, die wir uns angeguckt haben. Darunter auch Original RePack, ein Konzept aus Finnland. Die prägnanten, gelben Versandtaschen bestehen zwar aus PolyPropylen, das Ausgangsmaterial wurde allerdings recycelt und ist wieder vollständig recycelbar. Außerdem sind die Taschen in ein Kreislaufsystem eingebettet: Wenn man eine Sendung in einem Repack erhält, kann man die Tasche entweder zur Retoure benutzen oder sie zusammenfalten und in einen Postbriefkasten stecken. Sie wird dann kostenlos ans Repack-Zentrum zurück geschickt, dort aufbereitet und wieder in den Verkehr gebracht. Eine Tasche kommt so auf durschnittlich 20 Zyklen und spart damit eine ganze Menge CO2. Außerdem kann das Material hinterher wieder recycelt werden.

Sehr bald werden wir euch die Möglichkeit geben eure Bestellungen optional auch mit RePack verschicken zu lassen und gehen damit den nächsten Schritt in Richtung Verpackungsreduktion. Für die Nutzung des Systems und der Verpackung müssen wir ca. 3€ pro Repack bezahlen. Die Mehrkosten müsst ihr zwar zusätzlich entrichten, erhaltet allerdings nach erfolgreicher Rücksendung des Repacks einen Rabattcode über 10% für eure nächste Bestellung. So lohnt sich also die Nutzung des Repacks schon bei einer erneuten Bestellung von nur 30€. Der Gutschein soll natürlich auch dazu beitragen die Versandtasche zurück zu senden, denn nur so kann das System sinnvoll arbeiten. Wenn ihr die Versandtaschen dennoch etwas behalten wollt ist das aber auch ok, sie können zu jedem Zeitpunkt wieder zurück kommen, z.B. mit unseren Artikeln wenn ihr das Rücknahmekonzept

nutzt. 

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