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Elektro Roller Invasion

Elektro Roller Invasion

Wer in einer größeren Stadt lebt, dem wird es schwer gefallen sein, die Armee an Elektro Tretrollern zu übersehen, die seit einigen Wochen das Stadtbild prägen. Da ich sie selber nicht nutze, fühle ich mich leider dazu hingerissen sie als extrem überflüssig zu empfinden und das liegt nicht an meinem Vorbehalt gegenüber schnellen Fortbewegungsmitteln. Vielleicht sind sie ja ein fehlendes Puzzle-Teil in der urbanen Mobilität? Ich habe allerdings meine Vorbehalte. Interessant bei den meisten Anbietern: Die Daten der Roller sind dank open data policy abrufbar. Das bedeutet, die Bewegungen, Standzeiten und zurückgelegten Wege sind leicht nachzuvollziehen und analysieren. Und genau das haben schon einige getan: Deshalb ist es wenig verwunderlich, dass die durchschnittliche zurückgelegte Strecke genau zwischen zu Fuß gehen (0,9 km) und Fahrrad fahren (3,4 km) liegt. Vor allem in Hamburg, wo es tatsächlich nur 3 ½ U-Bahn und 2 ½ S Bahn Linien gibt oder in Berlin, wo alle Wege einfach unglaublich land sind, fühle ich mich tatsächlich manchmal ohne Fahrrad etwas unmobil.
Die Bezeichnung E-Roller ist umwelttechnisch aber eher irreführend. Zwar ist die Fortbewegung ‘emissionslos’, aber natürlich müssen die Roller auch geladen werden, wozu sie mit dem Auto eingesammelt werden. Ihr seht schon wohin das geht…
Die durchschnittliche Nutzungsdauer eines Rollers bewegt sich, je nach Quelle, zwischen ein und sechs Monaten, die Wahrheit liegt wohl irgendwo dazwischen… Setzt man nun die Herstellung der Roller, die Aufladung und Reparatur im Verhältnis zu den eingesparten Fahrten mit Autos bleibt es fragwürdig, ob sich bei 2-3 Ausleihen/Tag, wie eine Datenanalyse herausfand, ein positiver Impact auf die Umwelt einstellt.

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